Freitag, 28. märz 2008

Bald geht die Turniersaison wieder los und damit auch die Zeit, in der man das Sattelzeug wieder auf Vordermann bringen muß. Mir geht es jedenfalls so, daß ich in den Wintermonaten die Sattelpflege ein wenig vernachlässige. Unsere Sattelkammer ist nur wenig geheizt (gerade genug, daß die Sättel und Trensen keinen Schaden nehmen) und mit kalten, klammen Fingern einen Sattel einzufetten ist nicht gerade lustig (und zu Hause fehlt mir auch der Platz dazu).

Wie man Leder richtig einfettet, ist kein großes Geheimnis - Pflegeprodukte gibt es jede Menge. Ich wasche meinen Sattel mit einfacher Sattelseife und behandele ihn nach dem Trocknen mit einfachem Lederöl. Ich finde, das zieht besonders gut ein und ich kann sogar die Sitzfläche einölen, ohne daß der Sattel auf meine Hose abfärbt. Naja, dazu gibt es aber auch mehr als eine Ansicht und manchmal könnte man meinen, jeder Reiter hat seine eigene Pflegemethode. Ich habe sogar schon Reiter gehört, die auf schwarze Schuhcreme schwören (was aber nach meiner Meinung immer abfärbt. Meine weiße Reithose hat sogar einen Rand von meinen Stiefeln).

Auch zur Gebißpflege gibt es Spezialprodukte. Denn, egal wie gut man das Gebiß nach dem Reiten abspült. Irgendwann bilden sich Ablagerungen, sei es Dreck oder Zahnstein. Da das nicht sehr schön aussieht, muß man das Gebniß also auch ab und zu grundlegend reinigen. Statt der teuren Spezialpasten kann man aber auch den Handelsüblichen Gebiß-Reiniger für die dritten Zähne nehmen. Ich habe damit schon das eine oder andere Gebiß blitzblank bekommen.

von pferdefreak veröffentlicht in: Ratgeber
Kommentar hinzufügen Kommentare (1)    empfehlen
Donnerstag, 17. januar 2008
Gestern habe ich mir mal einen bürofreien Tag gegönnt. Ich mußte einfach mal raus und in der Nähe von Hamburg hat ein großer Pferdesportausstatter geöffnet. Da bin ich einfach mal hin.

Es hat sich gelohnt. Gut, ich brauchte nicht wirklich neue Klamotten. Deswegen konnte ich auch ganz entspannt durch den Laden laufen. Aber ich habe mir ein paar neue Handschuhe, ein paar Leckerlies und für den Hund meiner Eltern einen "Knotenball" gekauft. Der Knotenball ist toll. Bis jetzt hat die Süße jeden Ball innerhalb kurzer Zeit kaputt gemacht (sogar die extra für große Hunde), aber das Ding sieht ziemlich robust aus :)

Es ist schon Wahnsinn, was es alles gibt: Abschwitzdecken mit Straßsteinen, dazu passende Schabracken (Satteldecken), Stirnbänder mit Swarowski-Kristallen und und und. Wenn man es darauf anlegt, kann man sich dumm und dämlich kaufen. KLar, wenn man auf Turnier ist möchte man schon gut aussehen, aber man kann es auch übertreiben.

Egal, ich hatte einen schönen Tag und niemand zwingt mich, mein Pferd mit Glitzer auszustaffieren (nicht auszuhalten, wenn in unserem Stall ein derartiger Gruppenzwang herrschen würde). Ich werde auf jeden Fall öfter nach Hamburg fahren, denn ich habe das Gefühl, daß in dem Laden wenigstens die Beratung gut klappt. Und das ist auf jeden Fall einiges wert.
von pferdefreak veröffentlicht in: Ratgeber
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 12. januar 2008
Als Reiter muß ich auch meine eigene Kleidung und die Decken meines Pferdes regelmäßig waschen. Bei den modernen Materialien ist das eigentlich kein Problem, es gibt aber ein paar Dinge, die man beachten sollte.

Klettverschlüsse sollte man beim Waschen schließen, da sie sonst mit Fusseln verkleben. Und wenn man Dinge mit Klettverschluß wäscht, sollte man keine empflindlichen Kleidungsstücke mitwaschen, da diese durch das Klett beschädigt werden können. Ich habe mir mal eine Perlonstrumpfhose ruiniert, weil ich sie zusammen mit der Reithose gewaschen habe (und das obwohl der Klettverschluß geschlossen war).

Die Pferdedecken (Satteldecken, Schabraken, Agschwitzdecken) wasche ich immer ohne Weichspüler. Die Decken sind dann einfach saugfähiger und meinem Pferd ist es egal, ob die Decken schön flauschig sind und gut riechen.

Reithosen wasche ich auch ohne Weichspüler. Der Weichspüler kann das Leder angreifen (auch wenn es nur Kunstleder ist). Bei einer Reithose mit Echtleder (die eigentlich fast gar nicht mehr zu kriegen sind) achte ich immer darauf, daß ich sie vor dem Schleudern aus der Maschine hole. Leder bleibt geschmeidig, wenn man es langsam trocknen läßt. Während des Trocknens ziehe ich das Leder immer wieder vorsichtig in Form, das sorgt auch für bessere Geschmeidigkeit. Wenn das Leder doch mal hart wird, kann man es mit etwas Ballistol-Öl einreiben, damit wird es wieder weicher (das gilt aber nur für echtes Leder, bei Imitaten funktioniert das nicht).

Bei allen Kleidungsstücken sollte man die Reißverschlüsse schließen, dann halten sie länger (obwohl ich dazu noch keine Beobachtungswerte kenne).

Weiße Reithosen bekommt man ganz gut wieder weiß, wenn man sie sofort nach dem Tragen wäscht und wenn man sie vor dem Waschen kurz in Soda (gibt es als Pulver zu kaufen) einweichen läßt. Obwohl die Methode auch ihre Grenzen hat, bin ich bis jetzt ganz gut damit gefahren. Das gleich gilt für weiße Handschuhe. Wichtig ist, daß man die Kleidung nicht erst lange liegen läßt.
von pferdefreak veröffentlicht in: Ratgeber
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 5. januar 2008
Ich bin zwar keinTierarzt, ich kann aber trotzdem etwas über bekannte Pferdekrankheiten berichten. Das meiste habe ich mir aus verschiedenen Büchern oder Zeitschriften angeeignet. So auch mein Wissen über Mauke.

Mauke ist eine Hauterkrankung, die in der Fesselbeuge beginnt und sich über das gesamte Bein ausbreiten kann. Früher galt mangelnde Hygiene als Ursache für die Mauke (dementsprechend schlecht war der Ruf eines Stalls, in dem Mauke aufgetreten ist). Zwischenzeitlich sind auch weitere Faktoren bekannt. Als mögliche Ursache kommt sogar ein Sonnenbrand (z.B. bei Pferden mit dünner, heller Beinbehaarung) in Betracht. Meistens ist die Haut gereizt und der natürliche Schutz ist geschwächt, so daß Viren, Bakterien und Pilze eine Infektion hervorrufen können.

Daher ist es wichtig, die Fesselbeuge regelmäßig zu überprüfen und die Haut dort zu pflegen. Steht das Pferd viel im Matsch, sollte dieser regelmäßig gründlich abgespült werden (aber Achtung, harte Bürsten können die Haut zusätzlich reizen) und danach sollte die Haut gründlich trocknen. Mauke ist zwar nicht ansteckend, wenn die Ursache in mangelnder Hygiene liegt können aber mehrer Tiere befallen werden.

Auch bei der Behandlung gibt es viele Hausmittel (Backpulver, Zinksalbe u.ä.). Hier sollte man aber vorsichtig sein. Bei rechtzeitiger Erkennung kann zwar nach meiner Meinung noch Wundheilsalbe helfen. Wenn man sich aber nicht sicher ist, sollte man auf jeden Fall einen Tierarzt hinzuziehen.

Ich habe recht gute Erfahrung mit Ballistol-Öl gemacht. Das Öl hat eine desinfizierende Wirkung und es eignet sich daher zur Hautpflege bei kleinen Verletzungen. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob mein Pferd damals wirklich Mauke hatte, oder einen Pilz oder Milben. Er hatte an beiden Hinterbeinen zunächst in der Nähe der Fesselbeuge kleine Schuppen. Nachdem ich die Stellen mit dem Öl behandelt hatte, schienen sie zu wandern (die ersten waren weg, dafür traten weiter oben am Bein neue auf). Ich habe die Beine gründlich gewaschen und komplett mit dem Öl eingerieben, und zwar ca. 3 Tage lang. Danach war der Spuk vorbei (sonst hätte ich auch sicher den Tierarzt gerufen).

Das frühere Voltigierpferd in unserem Stall litt im hohen Alter an fortgeschrittener Mauke. Beide Hinterbeine waren ständig dick und die Haut nässte. Die Pflegerin hat die Beine ständig mit Backpulver (das soll die Haut trocknen) behandelt, jedoch ohne Erfolg. Da das Tier bereits sehr alt war, waren seine Abwehrkräfte geschwächt. Der Tierarzt meinte zwar, daß man die befallene Haut operativ entfernen könnte, konnte aber einen Erfolg nicht garantieren.

Trotzdem es viele Hausmittel und Tips gibt, sollte man deshalb nicht allzu lange herumdoktern. Eine fortgeschrittene Mauke ist nur schwer behandelbar. Deswegen sollte man (auch wenn man Tierärzte wie ich nicht besonders gut leiden kann) rechtzeitig einen Tierazt hinzuziehen.
von pferdefreak veröffentlicht in: Ratgeber
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Mittwoch, 19. dezember 2007
Weihnachten ist (neben anderem) die Zeit der Süßigkeiten. Schokolade, Kuchen, Kekse und vieles mehr. Es gibt kein Entrinnen. Das Schlemmen hat eine lange Tradition und wenn man zurück blickt, war es für unsere Vorfahren auch durchaus sinnvoll. Die waren bei Wind und Wetter draussen und brauchten im Winter mehr Energie.

Dank moderner Heizung kommt der moderne Mensch aber Sommers wie Winters mit der gleichen Energiemenge aus. Schlemmen und Naschen ist daher (eigentlich) überflüssig. Schade, daß die Industrie uns einen anderen Eindruck vermittelt. Deswegen habe ich ein paar (nicht immer ganz ernst gemeinte) Tips, wie man seinen Konsum regulieren kann:

1. Süßigkeiten rechtzeitig und nich erst im Trubel kaufen. Wenn man bis zum Schluß wartet, kann es leicht passieren, daß man sich hinreißen läßt, mehr zu kaufen als man braucht. Wenn man aber schon einen ausreichenden Vorrat hat.....

2. Immer einen kleinen Vorrat bereit halten. Wenn man ausreichend Süßigkeiten zu Hause hat, baut sich kein "Heißhunger" auf. Man kann immer zu sich sagen "Ich könnte, wenn ich wollte". Hat man aber nichts zu Hause, bekommt man schnell dieses "ich muß jetzt unbedingt..."-Gefühl, das sich immer weiter hochschaukelt, bis man wieder so weit ist und mehr kauft, als man eigentlich braucht. (Zumindest für mich ist es leichter, nicht zu naschen, wenn ish reichlich Süßigkeiten zu Hause liegen habe.)

3. Süßigkeiten so weglegen, daß man für jedes Stück aufstehen muß. Ehrlich, das hilft. Im Büro mache ich es auch so. Die Süßigkeiten liegen in einem anderen Raum. Wenn ich mal rumlaufe, hole ich mir ein Stück. Wenn ich Lust auf Schokolade kriege, muß ich überlegen "Will ich jetzt aufstehen?" und dadurch esse ich weniger, als wenn ich einfach nur meine Hand ausstrecken müßte.

Okay, die Strategie wird nicht jedem helfen, deswegen sind die Tips ja auch nicht ganz ernst gemeint. Ich bin kein Ernährungswissenschaftler und (zum Glück) habe ich auch nicht allzu viel Erfahrung mit Diäten (ich konnte nur immer beobachten, daß Diäten absolut nicht helfen). Ich weiß aber, daß es wichtig ist, sich ausgewogen zu ernähren. Und das heißt für mich: von allem ein bißchen und im richtigen Maß :)
von pferdefreak veröffentlicht in: Ratgeber
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen

Profil

  • : pferdefreak
  • pferdefreak
  • : weiblich
  • : Pferde - für mich gibt es nichts schöneres. In meinem Blog berichte ich über meine Erlebnisse und versuche, meine Erfahrungen weiterzugeben.

Kalender

Mai 2008
M D M D F S S
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  
<< < > >>

Über diesen Blog

 
blog shopping sur de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden