Da legt man sich eine schöne Theorie zurecht, und ein paar Tage später muß man sie wieder
einstampfen.
Ich dachte ja, mein Wallach ist in der letzten Springstunde "ausgetickt", weil eine rossige Stute in der Nähe war. Ich dachte einfach, daß er einen ordentlichen Testosteron-Schub bekommen hat und
deswegen einen auf "Hengst" macht. Aber Pustekuchen. Freitag in der Reitstunde waren nur Wallache um ihn herum. Die rossige Stute war weit weg auf ihrer Koppel (die Besitzerin hat sie zu Hause
stehen und kommt immer nur zum Unterricht). Und trotzdem hat mein Dicker sich von einer seiner schlechtesten Seiten gezeigt. Wir sind Abteilung geritten (sozusagen als Übung für die
Quadrille) und plötzlich buckelt mein Dicker und rennt los.
Das ist so deprimierend. Meine Reitlehrerin meint, es liegt nur an der mangelnden Durchlässigkeit (also, daß er nicht am Zügel geht, nicht ordentlich auf die Hilfen reagiert und so), aber
ich denke, es muß noch einen anderen Auslöser geben. Aber wenn ich versuche, mit meiner Reitlehrerin darüber zu sprechen, blockt sie nur ab. (Ich weiß, sie ist im Stress, wegen des Hoffestes und
des Turniers und weil sie noch keinen Bereiter gefunden hat.)
Ich wünschte, mein Pony könnte mit mir sprechen, dann wäre vieles einfacher. Er könnte mir sagen, was ihn plötzlich sticht. Und ich könnte ihm erklären, daß er den Blödsinn lassen soll ;).
Naja, ich habe jetzt beschlossen, erstmal das Springtraining aufzugeben und mich mehr auf Dressur zu konzentrieren. Irgendwann muß es ja besser werden - und zwar endlich mal auf
Dauer.
Keine Kommentare zu diesem Artikel