Donnerstag, 3. januar 2008
Warum sieht man in den Reitschulen fast nur Mädchen aber im Reitsport fast nur Männer? Wo lernen die reiten, wenn nicht in einer Reitschule?
Die Antwort auf die erste Frage ist einfach: in einem bestimmten Alter wollen Jungs einfach nichts mit Mädchen zu tun haben. Und schon gar nicht mit solchen Mädchen, die "ihre" Pferde verhätscheln,
über Pflegeprodukte tratschen und überhaupt sooo mädchenhaft sind. Wir haben in unserem Verein ein paar Jungs, aber die sind echt eine Ausnahme. Eine Zeitlang hatten wir sogar genug männliche
Reiter für eine eigene Reitstunde. Da wurde dann aber streng darauf geachtet, daß auch ja kein Mädchen zuguckt (Jungs sind ja so empfindlich). Gut, ich gebe zu, der eine oder andere war total
talentfrei, aber das stört doch die Mädchen auch nicht :)
Aber es ist schon richtig, heranwachsende Jungs sind ziemlich empfindlich wenn es gilt, das Gesicht zu wahren.
Das Argument, das man gerne hört, daß nämlich Mädchen einfach sensibler und deshalb als Reiter besser geeignet sind, stimmt nicht. Ich kenne genug Mädchen, die ziemlich hart mit dem "Sportgerät"
Pferd umgehen.
Frage 2 ist schon schwerer zu beantworten. Klar, einige werden sicher auf dem heimischen Hof das Reiten lernen. Denn wer an die Weltspitze will, muß früh anfangen. Man kann zwar jederzeit mit dem
Reiten anfangen - es gibt da absolut kein Höchstalter. Aber es braucht Zeit, soviel zu lernen, daß es für die schweren Turniere reicht.
Ich würde mir jedenfalls in den Reitschulen mehr Jungs wünschen.
von pferdefreak
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Freitag, 28. dezember 2007
Wieviel Arbeit in einem Turnier steckt, merkt man erst, wenn man selbst eines organisiert. Unser Verein plant nächstes Jahr Ende Mai ein großes
Turnier und wir sind jetzt schon im Stress. Zum einen muß die Ausschreibung rechtzeitig fertig werden. Das ist quasi die Liste mit den Prüfungen, die auch veröffentlicht wird, damit Reiter aus
anderen Vereinen wissen, daß bei uns ein Turnier stattfindet. Und was man da nicht alles bedenken muß: es muß ein Turnierarzt da sein, ein Tierarzt, ein Schmied, Richter, Parcoursbauer; es muß
bekannt gegeben werden, nach welchem Verfahren gerichtet (also Punkte vergeben) wird.
Natürlich müssen wir auch ganz genau überlegen, welche Art der Prüfung wir anbieten wollen. Da gibt es so viele Unterschiede - von ganz einfach (E) bis ganz schwer (S****). Als Veranstalter hat man
das in der Hand und natürlich wollen wir auch etwas für unsere Reiter anbieten. Dann brauchen wir noch Prüfungen speziell für junge Pferde, damit der Hof den Nachwuchs präsentieren kann (das ist
wichtig für potentielle Käufer).
Und über die Versorgung muß man sich auch schon rechtzeitig Gedanken machen. Auf dem Hof befindet sich zwar eine Küche, wir haben aber keinen Koch mehr. D.h. wir lassen das Essen aus einem
benachbarten Restaurant kommen - und die müssen den Termin ja auch einplanen können.
Tja, und im Frühjahr müssen wir rechtzeitig anfangen, den Hof herzurichten. Schließlich wollen wir uns von unserer besten Seite zeigen. Da heißt es dann, Zäune ausbessern, Pflanzen beschneiden,
Wege reinigen u.u.u..
Trotzdem ist so ein Turnier immer wieder schön. Man kann mal andere Reiter beobachten (und feststellen, daß andere noch schlechter reiten als man selbst ;)), die Pferde benehmen sich ganz anders
(die spüren die Aufregung), naja, es ist halt einfach mal was anderes. Ich freue mich auf das Turnier.
von pferdefreak
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Donnerstag, 27. dezember 2007
Im Umgang mit Pferden muß man vorsichtig sein. Das habe ich gerade wieder schmerzlich erfahren. Ich war mit einer Freundin in der Reithalle - ein
bißchen die Pferde bewegen. Nach dem Training stand sie schon in der Nähe der Tür und ich bin wohl zu dicht von hinten an ihr Pferd ran (sonst gar kein Problem, unsere beide verstehen sich bombig).
Ihrer wurde wohl ungeduldig, jedenfalls hat er ein bißchen rumgezappelt und ist dabei rückwärts gelaufen - genau auf meinen Knöchel. Im ersten Moment tat es höllisch weh - ich dachte schon mein
ganzes Bein fällt ab. Nach einer Weile ließ der Schmerz wieder nach. Jetzt habe ich einen ziemlich großen Bluterguß am Knöchel. Da sieht man mal wieder, daß auch mit extrem braven Pferden Unfälle
passieren können. Man muß also immer wachsam sein.
von pferdefreak
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Sonntag, 23. dezember 2007
Der Pferdefreak wünscht allen seinen Lesern ein Frohes Weihnachtsfest.
Ich mache jetzt ein paar Tage Pause. Wenn das Wetter mitspielt und ich einen Mitreiter finde, werde ich die Feiertage im Sattel verbringen und dann bleibt der PC aus :)
von pferdefreak
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