Neue Trainer, neuer Ansatz.
Mein Dicker neigt dazu, am Sprung vorbei zu laufen und erst einmal Gas zu geben. Bisher hieß es immer, ich soll bremsen - egal wie.
Unser neuer Trainer hat mir jetzt einen anderen Tip gegeben. Wenn mein Dicker loslegt soll ich abwenden und eine kleine Wendung reiten. Dadurch
bekomme ich wieder Kontrolle und kann sofort wieder auf das Hindernis zureiten.
So soll mein Dicker lernen, daß es keinen Sinn macht zu verweigern - er muß ja doch springen. Deswegen soll ich auch auf keinen Fall
durchparieren, sondern einfach weiter galoppieren.
Gut, ich werde noch eine Weile brauchen, bis die alten Verhaltensmuster weg sind, aber gestern hatte ich schon das eine oder andere
Erfolgserlebnis (ich bin über Oxer gesprungen - davor habe ich sonst richtig Schiß).
Unser Trainer meinte auch, ich soll wieder mit dem normalen Gebiss und nicht mit dem Pessoa (das wirkt zusätzlich auf das Genick) reiten. Nächste Woche wedren wir das testen. Er meint, es bringt
nichts, wenn ich das Pessoa drinhabe. Bin ja mal gespannt.
von pferdefreak
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Freitag, 29. februar 2008
Es ist schon seltsam, welche Namen manche Pferde tragen. Neulich habe ich die Deckanzeige von zwei Hengsten gesehen, die "Ebay" und "Flatrate"
heißen. *gg*
Weil meine Reitlehrerin selbst züchtet, weiß ich aber auch, wie schwer es ist, einen Namen für den Nachwuchs zu finden. Einerseits soll es etwas besonderes sein und kein "Allerweltsname", den noch
hunderte anderer Pferd tragen, und dann wird auch noch der Anfangsbuchstabe von der Zuchtlinie bestimmt. Bei den meisten Warmblutrassen muß der Name des Fohlens den gleichen Anfangsbuchstaben
haben, wie der Name des Vaters, bei den Trakehnern ist es der Anfangsbuchstabe des Namens der Mutter. Beim deutschen Reitpony ist es bei Stutfohlen der Name der Mutter und bei Hengstfohlen der Name
des Vaters, der den Anfangsbuchstaben bestimmt. Bei den Vollblutrassen ist es wieder anders, aber da kenne ich mich nicht aus.
Tja, jedes Jahr sammelt meine Reitlehrerin Vorschläge, wie sie ihre Fohlen nennen könnte (leider hat sie die schönsten schon "verbraucht"). Bei zwei der letzten Fohlen hatte ich die Ehre, daß meine
Vorschläge angenommen wurden *g*. Das erste vor zwei Jahren. Ein Stutfohlen. In der Zeit, als wir über mögliche Namen nachgedacht haben, hatte ich mir gerade eine CD eines japanischen
Gitarrenspielers mit dem Titel HANA gekauft. Da ist nmir eingefallen, daß Hanabi "Feuerwerk" (Blume aus Feuer) heißt. Das ist doch ein schöner Name - und er paßt auch zu der kleinen. Einerseits hat
sie Temperament, zum anderen eine schöne Zeichnung.
Bei ihrer kleinen Schwester habe ich dann mein Japanisch-Wörterbuch gewälzt und alle möglichen Wörter mit "H" zusammengestellt. Die Kleine heißt jetzt "Haruka", was soviel wie "Frühling" heißt. Und
der Name paßt auch, weil die Kleine (sogar ein paar Tage früher als erwartet) in den ersten Frühlingstagen letztes Jahr geboren wurde.
Und dieses Jahr werden im Stall zwei Fohlen erwartet (das erste müßte jetzt bald kommen) und meine Reitlehrerin braucht einen Namen mit "A" und einen mit "H". Sie hat schon wieder eine lange Liste
liegen, und letztendlich ist es ihre Entscheidung. Ich bin mal gespannt :).
von pferdefreak
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Mittwoch, 27. februar 2008
Gestern hatten wir die erste Springstunde bei unserem neuen Trainer. Er ist nicht wie die anderen als Bereiter bei dem Hof angestellt, sondern
kommt einmal in der Woche nur für das Training.
Tja, ich kann nur sagen, der Mann ist gut. Er ist total ruhig (nicht so hektisch wie der Pole). Und er legt viel wert auf ordentlche Dressurarbeit (ich war schon kaputt, bevor ich
über den ersten Sprung durfte). So gesehen hat bei unseren vorherigen Trainern etwas gefehlt. Und er hat mir endlich gesagt, daß mein Martingal zu kurz eingeschnallt war (habe es nach der Stunde
auch gleich länger gemacht). Unser vorheriger Trainer hat gar nichts gesagt und einige Reitkollegen meinten sogar, es sei zu lang.
Tino (so heißt der Neue) hat mir dann auch erklärt, daß ein zu kurzes Martingal stört (habe leider nicht alles behalten), besonders über dem Sprung, weil man standig "am Maul" ist. Er hat mir auch
ein paar Tips gegeben, worauf ich im Dressurtraining achten muß (viele Übergäne Schritt-Trab-Schritt oder Trab-Galopp-Trab, damit mein Dicker mehr die Hinterhand einsetzt).
*gg* Vielleicht wird aus mir ja doch noch ein Springreiter. Naja, das ist ja nicht mein Ziel. Ich wäre schon froh, wenn ich irgendwann das Pessoa-Gebiss in die Kist packen und alles mit dem
normalen Wassergebiß reiten kann. Gut, da muß ich auch in der Dressur dran arbeiten, aber mit Tino habe ich Hoffnung, daß es klappt.
von pferdefreak
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