Freitag, 7. märz 2008
Gestern habe ich mal ein neues Rezept ausprobiert. Naja, ich mußte es nachempfinden - das Original schreibt eine Zubereitung im Römertopf vor und den hatte ich gerade nicht zur Hand.

Ich habe eine Zwiebel und etwas Speck gewürfelt und angebraten, eine Handvoll Reis dazugegeben und alles mit gut 1/2 l Brühe gelöscht (der Reis wird bekömmlicher, wenn man ihn kurz anschmort). 10 min kochen lassen, dann ca 500 g in Streifen geschnittenen Chicoree dazu geben und nochmal 10 min kochen lassen. Mit Pfeffer, Salz, Paprika und Honig abschmecken und zum Schluß 1 Becher Yoghurt dazu geben.

Das war eine wirklich erfrischende Frühlungssuppe. Für die Zubereitung im Römertopf werden nur Speck und Zwiebeln angebraten, dann kommen alle Zutaten (bis auf den Yoghurt) zusammen im Römertopf in den Backofen.

Ich esse ab und zu ganz gerne mal Chicoree, als Salat, Gemüse und jetzt auch als Suppe :)
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Donnerstag, 6. märz 2008
Ein guter Rat, den eigentlich jeder Trainer irgendwann mal geben sollte, lautet "Atmen nicht vergessen". Viele halten die Luft an, wenn sie sich anstrengen - das ist aber absolut falsch. Wenn man die Luft anhält (also aufhört zu atmen), kann einem leicht schwindelig werden.

Ich habe festgestellt, daß ich wohl instinktiv auch beim Reiten (besonders im Springtraining) eine Atemtechnik anwende, die ich bei Karate gelernt habe.

Im Studium habe ich regelmäßig trainiert (ich habe es sogar bis zum braunen Gürtel geschafft) und unser Trainer hat sehr viel Wert auf die Atmung gelegt. Einerseits ist es sehr wichtig, tief aus dem Bauch heraus zu atmen (Zwerchfellatmung). Dabei nutzt man auch die Bauchmuskulatur und nicht nur die obere Brustmuskulatur (das läßt sich leicht erlernen: einfach mal bewußt beim Atmen die Hand auf den Bauch -unterhalb der Rippen- legen und die Bauchmuskeln wie einen Balsebalg nutzen). Wenn man das erst einmal gelernt hat, funktioniert es ganz automatisch.

Dann ist es wichtig, gleichzeitig mit dem Anspannen der Muskeln auszuatmen (also z.B. beim Schlag). Bei besonders kraftvollen Bewegungen soll man auch besonders kraftvoll und lauthaft ausatmen (dadurch entsteht dann der Kampfschrei).

Tja, und genau das mache ich auch bei schwierigen Hindernissen. Ich stoße meinen Kampfschrei aus. Und es funktioniert auch beim Reiten :) Wenn ich so ausatme, wie ich es beim Karate-Training gelernt habe, kann ich die Bauchmuskeln besser anspannen und ich falle nach dem Sprung nicht so in mich zusammen. Ich kann die Körperspannung besser aufrecht erhalten, ergo "plumpse" ich nicht so stark in den Sattel zurück. Das ist besser für mein Pferd und auch für meinen Rücken.

Da sieht man mal, das einige Dinge durchaus diszliplinenübergreifend sind.
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Mittwoch, 5. märz 2008

Neue Trainer, neuer Ansatz.

Mein Dicker neigt dazu, am Sprung vorbei zu laufen und erst einmal Gas zu geben. Bisher hieß es immer, ich soll bremsen - egal wie.

Unser neuer Trainer hat mir jetzt einen anderen Tip gegeben. Wenn mein Dicker loslegt soll ich abwenden und eine kleine Wendung reiten. Dadurch bekomme ich wieder Kontrolle und kann sofort wieder auf das Hindernis zureiten.

So soll mein Dicker lernen, daß es keinen Sinn macht zu verweigern - er muß ja doch springen. Deswegen soll ich auch auf keinen Fall durchparieren, sondern einfach weiter galoppieren.

Gut, ich werde noch eine Weile brauchen, bis die alten Verhaltensmuster weg sind, aber gestern hatte ich schon das eine oder andere Erfolgserlebnis (ich bin über Oxer gesprungen - davor habe ich sonst richtig Schiß).

Unser Trainer meinte auch, ich soll wieder mit dem normalen Gebiss und nicht mit dem Pessoa (das wirkt zusätzlich auf das Genick) reiten. Nächste Woche wedren wir das testen. Er meint, es bringt nichts, wenn ich das Pessoa drinhabe. Bin ja mal gespannt.

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Dienstag, 4. märz 2008
Auch das gehört dazu: gestern hat mir meine Reitlehrerin erzählt, daß das erste für dieses Jahr erwartete Fohlen tot geboren wurde. Es sah zwar alles normal aus, aber die kleine Stute hat einfach nicht geatmet. Gerade, weil bei der Mutter sonst immer alles reibungslos geklappt hat, ist es besonders traurig. Naja, man steckt da ja leider nicht drin.

Jetzt gibt es im Stall nur noch eine tragende Stute. Leider eine, bei der es erst das zweite Fohlen ist und die ihr erstes verloren hat. Ich glaube, das wird noch einige Nerven kosten. Ich hoffe, das Kleine kommt gesund zur Welt. Das letzte Mal, als die Stute verfohlt hatte, ist sie danach sehr nervös geworden. Man konnte nicht mal mit einem Pony an ihr vorbei gehen. Daran sieht man, daß auch Pferde durchaus leiden. Naja, danach hat es meine Reitlehrerin einige Jahre nicht versucht sondern hat sie in den Sport gehen lassen, aber letztes Jahr war die Stute immer wieder lahm und hat keinerlei Fortschritt mehr gezeigt. Deswegen sollte sie jetzt in die Zucht. Ich hoffe so, daß alles gut geht *Daumen drück*
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Montag, 3. märz 2008
Damit sich Pferd und Reiter in einem Stall wohlfühlen, muß auch das Betriebsklima stimmen. Es gibt ein paar Typen, die dieses Betriebsklima erheblich stören können.

Ich komme gerade jetzt darauf, weil wir eine neue Einstallerin haben, die mir fürchterlich auf die Nerven geht. Sie ist extrem übervorsichtig und nimmt kaum Rücksicht auf andere. Sie bindet ihr Pferd grundsätzlich mitten im Weg an (mit zwei Stricken, einer links, einer rechts vom Gang) und wenn man dann an ihr vorbei muß (was bei mir immer der Fall ist, weil sie ihr Pferd direkt vor meiner Box anbindet), dann darf man ihr nicht zu nahe kommen (angeblich ist ihr Pferd noch so hengstig *pff*). Sie betreibt dann immer einen ziemlichen Aufwand. Und neulich lagen dann auch noch ihre Putzsachen direkt vor meiner Box. Ich meine, so langsam könnte sie wissen, daß ich an ihr vorbei muß (schließlich ist doch die Box offen, wenn mein Pferd nicht drin ist - ein deutliches Zeichen). Da wäre es doch einfach, ihr Pferd ein wenig weiter hinten im Stall anzubinden. Mehr verlange ich ja gar nicht. Nur ein bißchen Rücksichtnahme.

Ein anderer Typus, der das Betriebsklima stört, sind Schnorrer. Also Leute, die sich immer alles leihen und immer so tun, als hätten sie kein Geld. Einen solchen Schnorrer hatten wir auch mal im Stall. Ich habe diesem Mädel mal bei einer Veranstaltung ein Messer geliehen und sie hat es verbummelt. Ärgerlich genug, denn es war ein altes Messer (eigentlich mehr ein Brieföffner, sehr klein und handlich), das so nicht mehr zu bekommen ist. Sie hat mir Ersatz versprochen, aber immer, wenn ich sie darauf angesprochen habe, hatte sie eine andere Ausrede. Einmal hat sie behauptet, gerade kein Geld zu haben, aber drei Tage später hatte ihr Pferd ein neues Halfter (und nicht gerade ein billiges). Ein anderes Mal, meinte sie sie hätte keine Zeit, aber kurz darauf erzählte sie von einem Messe-Besuch. Und zum Schluß behauptete sie, so kleine Messer gebe es nicht. Da war es mir zu bunt und ich bin selbst nach Hamburg gefahren und habe mir ein neues Messer gekauft (ich habe ein passendes innerhalb einer Stunde gefunden).

Naja, und auch sonst hat sie sich immer alles mögliche geliehen. Immer so nach dem Motto "Hast Du mal...". Beim ersten Mal macht man ja noch mit, aber wenn das wie bei ihr Methode hat, kann es schon ganz schön nerven.

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Montag, 3. märz 2008
In letzter Zeit hatte ich einige Probleme damit, das richtige Zügelmaß zu halten. Mein Dicker hat mir immer wieder den Zügel aus der Hand gezogen. Naja, nicht völlig...

Ich habe Standart-Zügel, bei denen in gleichmäßigen Abständen Stege befestigt sind. Das richtige Zügelmaß befindet sich bei mir irgendwo zwischen Steg eins (vom Gebiss an gezählt) und Steg zwei. Die Zügel rutschen mir aber immer so weit aus der Hand, daß ich bei Steg zwei anfasse (damit ist der Zügel aber zu lang). Ich hatte schon darüber nachgedacht, den Zügel mal mit Haftspray (gibt es für den ruhigen Sitz) zu präparieren, aber ich hatte Angst, daß ich mir damit die Handschuhe versaue. Also habe ich geschaut, ob es nicht andere Zügel gibt.

Anti-Slip-Zügel (da ist dann noch ein Gummi-Faden eingewebt) hatte ich vor ein paar Jahren schonmal. Die haben aber nicht viel gebracht. Im Internet habe ich Zügel gefunden, bei denen zusätzliche Stege angebracht sind. Die sollten etwa 11 - 12 € kosten, man konnte sie aber nicht direkt bestellen. Also habe ich mal die Reitsportgeschäfte in der Nähe abgeklappert. In einem habe ich ähnliche Zügel gefunden - für 20 €. Das war mir dann aber doch zuviel.

Jetzt habe ich ein paar alte Zügel "umgebaut". Ich habe den Steg, der am nächsten zur Schnalle befestigt war, abgetrennt und zwischen den ersten beiden Stegen wieder befestigt. Mal sehen, ob das etwas bringt. Ich denke mal, wenn es hilft, kann ich mir immer noch solche Zügel kaufen. Vielleicht finde ich ja auf der Hanse-Pferd ein Paar, das in meiner Preislage liegt.
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Samstag, 1. märz 2008
Es wird Frühling, die Kröten fangen an zu wandern (ja, ich habe schon welche gesehen), die ersten Blumen blühen und in meinem Bekanntenkreis werden schon wieder Diät-Erfahrungen ausgetauscht.

Eigentlich ist allen klar, daß nur eine langfristige Ernährungsumstellung Erfolg verspricht - aber das ist anstrengend. Eine meiner Bekannten bekommt jetzt Unterstützung von der Krankenkasse (bei über 100 kg und massiven Schlafstörungen ist das auch angesagt). Zur Vorbereitung wurden ihre Essgewohnheiten überprüft. Eigentlich isst sie nicht viel, vor allem kaum Schokolade oder Süßigkeiten. Trotzdem hat sie etwa das vierfache der normalen Energiemenge (nämlich 6000-8000 kcal statt 1000-2000) zu sich genommen - und das täglich. Alles nur mit Fleisch und Gemüse.

Jetzt bekommt sie einen maßgeschneiderten Speiseplan und sie muß genau Buch führen, was sie so isst. Seit Weihnachten hat sie schon ordentlich abgenommen aber sie ist noch lange nicht am Ziel. Naja, ich bin zwar der Meinung, sie müßte regelmäßiger essen (sie läßt oft das Mittagessen aus und isst dann abend die doppelte Portion), aber ich halte mich raus.

Abspecken ist nicht einfach und ich kann nur jedem, der es angehen will raten, sich professionelle Hilfe zu holen. Die ganzen Crash-Diäten sind nämlich meist Müll (obwohl manchmal nette Rezepte dabei sind).
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Freitag, 29. februar 2008
Es ist schon seltsam, welche Namen manche Pferde tragen. Neulich habe ich die Deckanzeige von zwei Hengsten gesehen, die "Ebay" und "Flatrate" heißen. *gg*

Weil meine Reitlehrerin selbst züchtet, weiß ich aber auch, wie schwer es ist, einen Namen für den Nachwuchs zu finden. Einerseits soll es etwas besonderes sein und kein "Allerweltsname", den noch hunderte anderer Pferd tragen, und dann wird auch noch der Anfangsbuchstabe von der Zuchtlinie bestimmt. Bei den meisten Warmblutrassen muß der Name des Fohlens den gleichen Anfangsbuchstaben haben, wie der Name des Vaters, bei den Trakehnern ist es der Anfangsbuchstabe des Namens der Mutter. Beim deutschen Reitpony ist es bei Stutfohlen der Name der Mutter und bei Hengstfohlen der Name des Vaters, der den Anfangsbuchstaben bestimmt. Bei den Vollblutrassen ist es wieder anders, aber da kenne ich mich nicht aus.

Tja, jedes Jahr sammelt meine Reitlehrerin Vorschläge, wie sie ihre Fohlen nennen könnte (leider hat sie die schönsten schon "verbraucht"). Bei zwei der letzten Fohlen hatte ich die Ehre, daß meine Vorschläge angenommen wurden *g*. Das erste vor zwei Jahren. Ein Stutfohlen. In der Zeit, als wir über mögliche Namen nachgedacht haben, hatte ich mir gerade eine CD eines japanischen Gitarrenspielers mit dem Titel HANA gekauft. Da ist nmir eingefallen, daß Hanabi "Feuerwerk" (Blume aus Feuer) heißt. Das ist doch ein schöner Name - und er paßt auch zu der kleinen. Einerseits hat sie Temperament, zum anderen eine schöne Zeichnung.

Bei ihrer kleinen Schwester habe ich dann mein Japanisch-Wörterbuch gewälzt und alle möglichen Wörter mit "H" zusammengestellt. Die Kleine heißt jetzt "Haruka", was soviel wie "Frühling" heißt. Und der Name paßt auch, weil die Kleine (sogar ein paar Tage früher als erwartet) in den ersten Frühlingstagen letztes Jahr geboren wurde.

Und dieses Jahr werden im Stall zwei Fohlen erwartet (das erste müßte jetzt bald kommen) und meine Reitlehrerin braucht einen Namen mit "A" und einen mit "H". Sie hat schon wieder eine lange Liste liegen, und letztendlich ist es ihre Entscheidung. Ich bin mal gespannt :).
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Mittwoch, 27. februar 2008
Gestern hatten wir die erste Springstunde bei unserem neuen Trainer. Er ist nicht wie die anderen als Bereiter bei dem Hof angestellt, sondern kommt einmal in der Woche nur für das Training.

Tja, ich kann nur sagen, der Mann ist gut. Er ist total ruhig (nicht so hektisch wie der Pole). Und er legt viel wert auf ordentlche Dressurarbeit (ich war schon kaputt, bevor ich über den ersten Sprung durfte). So gesehen hat bei unseren vorherigen Trainern etwas gefehlt. Und er hat mir endlich gesagt, daß mein Martingal zu kurz eingeschnallt war (habe es nach der Stunde auch gleich länger gemacht). Unser vorheriger Trainer hat gar nichts gesagt und einige Reitkollegen meinten sogar, es sei zu lang.

Tino (so heißt der Neue) hat mir dann auch erklärt, daß ein zu kurzes Martingal stört (habe leider nicht alles behalten), besonders über dem Sprung, weil man standig "am Maul" ist. Er hat mir auch ein paar Tips gegeben, worauf ich im Dressurtraining achten muß (viele Übergäne Schritt-Trab-Schritt oder Trab-Galopp-Trab, damit mein Dicker mehr die Hinterhand einsetzt).

*gg* Vielleicht wird aus mir ja doch noch ein Springreiter. Naja, das ist ja nicht mein Ziel. Ich wäre schon froh, wenn ich irgendwann das Pessoa-Gebiss in die Kist packen und alles mit dem normalen Wassergebiß reiten kann. Gut, da muß ich auch in der Dressur dran arbeiten, aber mit Tino habe ich Hoffnung, daß es klappt.
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Montag, 25. februar 2008
Ich habe die Tage festgestellt, wie wichtig es ist, auch die Schabracke oder Satteldecke regelmäßig gründlich zu waschen.

Mein Dicker bekam einige Scheuerstellen am Rücken. Das Fell wurde regelrecht "abgerubbelt". Erst dachte ich, es liegt am Sattel. Es kann immer sein, daß sich ein Pferd (durch Muskelauf- oder abbau) verändert und dann der Sattel nicht mehr richtig paßt. Ich bekam schon Panik, weil ein neuer Sattel zur Zeit finanziell nicht drin ist (es sei denn, ich kann einen guten bei ebay ergattern :)).

Aber bei näherem Hinsehen zeigte es sich, daß es nicht am Sattel liegen kann. Dazu waren die Stellen zu weit hinten. Nämlich genau da, wo meine Schabracke endet. Am Samstag habe ich die Schabracke dann mal wieder ausgetauscht und da habe ich gesehen, daß an der hinteren Kante eine richtige Dreckkruste entstanden war. Kein Wunder, daß die Decke gescheuert hat. Naja, ich glaube, ich war ziemlich nachlässig, das werde ich aber wieder ändern.

Von nun an werde ich die Satteldecke wieder regelmäßig waschen.
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