Dienstag, 25. märz 2008

Da legt man sich eine schöne Theorie zurecht, und ein paar Tage später muß man sie wieder einstampfen.

Ich dachte ja, mein Wallach ist in der letzten Springstunde "ausgetickt", weil eine rossige Stute in der Nähe war. Ich dachte einfach, daß er einen ordentlichen Testosteron-Schub bekommen hat und deswegen einen auf "Hengst" macht. Aber Pustekuchen. Freitag in der Reitstunde waren nur Wallache um ihn herum. Die rossige Stute war weit weg auf ihrer Koppel (die Besitzerin hat sie zu Hause stehen und kommt immer nur zum Unterricht). Und trotzdem hat mein Dicker sich von einer seiner schlechtesten Seiten gezeigt. Wir sind Abteilung geritten (sozusagen als Übung für die Quadrille) und plötzlich buckelt mein Dicker und rennt los.

Das ist so deprimierend. Meine Reitlehrerin meint, es liegt nur an der mangelnden Durchlässigkeit (also, daß er nicht am Zügel geht, nicht ordentlich auf die Hilfen reagiert und so), aber ich denke, es muß noch einen anderen Auslöser geben. Aber wenn ich versuche, mit meiner Reitlehrerin darüber zu sprechen, blockt sie nur ab. (Ich weiß, sie ist im Stress, wegen des Hoffestes und des Turniers und weil sie noch keinen Bereiter gefunden hat.)

Ich wünschte, mein Pony könnte mit mir sprechen, dann wäre vieles einfacher. Er könnte mir sagen, was ihn plötzlich sticht. Und ich könnte ihm erklären, daß er den Blödsinn lassen soll ;).

Naja, ich habe jetzt beschlossen, erstmal das Springtraining aufzugeben und mich mehr auf Dressur zu konzentrieren. Irgendwann muß es ja besser werden - und zwar endlich mal auf Dauer. 

von pferdefreak veröffentlicht in: Hobby
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Donnerstag, 20. märz 2008
In meinem Kalender steht für heute Frühlingsanfang, am Wochenende ist Ostern. Und was ist: wir haben bestes Winterwetter. Gestern und Vorgestern hat es ein wenig geschneit (hier ist nichts liegen geblieben, aber immerhin) und heute herrscht strahlend blauer Himmel und wir habe Temperaturen um die 0° C. Es ist verrückt.

Eigentlich wollte ich meine dicke Winterjacke schon in den Keller bringen. Schließlich hatten wir neulich schonmal knapp 20° C. Ich habe schon Leute ihre Reifen wechseln sehen. Und jetzt sagt der Wetterbericht "weiße" Ostern voraus (ich glaube es zwar erst, wenn ich es sehe, aber zum Grillen lädt das Wetter bestimmt nur die ganz Harten ein).

Naja, ich kann nur hoffen, daß es einigermaßen trocken bleibt. Alles andere ist mir so ziemlich egal. Vor allem, weil man das Wetter ohnehin nicht ändern kann. Und wie sagte schon mein alter Ruder-Trainer: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung.

In diesem Sinne: Frohe Ostern.
von pferdefreak veröffentlicht in: Nachdenkliches
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Mittwoch, 19. märz 2008
So ist das im Leben: gerade denkt man, es geht vorwärts und dann kommt der nächste Rückschlag. Letzte Woche dachte ich, ich mache endlich Fortschritte beim Springen. Ich dachte, ich hätte das "Losgerenne" von meinem Wallach im Griff. Gestern hat er mich eines besseren belehrt. Es war so schlimm wie noch nie. Egal, was ich gemacht habe, er ist immer schneller geworden. Er hat mich immer wieder nach vorne gezogen. Daran, im Sattel zu sitzen und Gewichtshilfen zu geben, war gar nicht zu denken. Ich habe es ja versucht, aber mir fehlt einfach die Kraft. Und meine Trainerin wirft mir vor, ich würde es nicht versuchen *heul*.

Klar, ich muß weiter daran arbeiten, daß mein Dicker besser auf mich reagiert. Ich würde aber gerne verstehen, warum er so losgeht. Ich meine, es muß doch auch äußere Faktoren geben, die ihn so durchknallen lassen. Und wenn ich die durchschaue, kann ich diese Anfälle (und nichts anderes ist das in meinen Augen) vielleicht von vornherein verhindern. 

Mir ist klar, daß ich mich, wenn er erstmal losrennt, falsch verhalte und sein Verhalten damit noch verstärke. Ich arbeite daran (wenn ich auch noch nicht wirklich weiß, wie das richtige Verhalten auszusehen hat), aber es ist verdammt schwer. Vielleicht ist ja auch das, was meine Trainerin mir rät (durchparieren und dann bestrafen) falsch. Ich bin ratlos.

An der Ausrüstung (Sattel, Trense) kann es eigentlich nicht liegen. Dann würde er nämlich in jeder Reitstunde ausflippen. Es kann auch nicht an den Sporen liegen, weil er auch schon den einen oder anderen Anfall gekriegt hat, wenn ich gar keine Sporen an den Stiefeln hatte. Am Futter kann es auch nicht liegen, weil er jeden Tag das gleiche bekommt.

Gestern nach der Stunde ist mir aber ein abenteuerlicher Gedanke gekommen. Ich weiß nicht, ob es angehen kann oder ob ich mich da in etwas hineinsteigere. Die Stute einer Mitreiterin, die nicht bei uns im Stall steht (und damit nicht zur Herde gehört) ist rossig und scheinbar hat sie ein Auge auf Maskaron geworfen. Sie stand beim Putzen in seiner Nähe und hat sich immer wieder in seine Richtung gedreht und ihn angewiehert (richtig niedlich). Was, wenn die Rosse der Stute irgendwie sein Verhalten beeinflußt (Imponiergehabe). In der Herde ist mein Dicker eher rangniedrig (glaube ich), jedenfalls hält er sich da von den Stuten fern (die haben zwei Warmblut-Wallache unter sich aufgeteilt). Aber meistens, wenn er ausgetickt ist, war eine Stute mit im Spiel.

Leider weiß ich nicht, wann mein Dicker gelegt wurde (wann er seine Männlichkeit verloren hat). Man sagt oft, daß wenn Hengste erst spät gelegt werden, sie trotzdem noch hengstiges Verhalten zeigen. Was, wenn mein Dicker komplett durcheinander ist, wenn eine rossige Stute in seiner Nähe ist.

Wie gesagt, keine Ahnung, ob das angehen kann. Ich werde es aber auf jeden Fall mal beobachten. Ich kann dann zwar nichts daran ändern, ich kann aber wenigstens vermeiden, mit Stuten ins Gelände zu gehen :)
von pferdefreak veröffentlicht in: Hobby
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Freitag, 14. märz 2008
Puh, ich bin erleichtert: ich mußte nicht zur Petze werden. Die Stallkollegin, die bei der Quadrille nicht dabei sein kann (pferdefreak.over-blog.com/article-17582161.html) hat unserer Trainerin selbst Bescheid gesagt. Und ein Ersatzreiter hat sich auch schon gefunden.

Morgen üben wir wieder. Ich hoffe nur, das Wetter spielt mit. Im Moment ist es stürmisch und es regnet immer mal wieder (dann aber heftig). Letztes Jahr mußten wir mal eine Probe abbrechen, weil es plötzlich angefangen hat zu hageln. Und mit 24 Reitern (dieses Jahr sind wir zum Glück weniger) paßten wir nicht in die Halle. Naja, wir haben dann einfach zu Fuß weitergeübt. Es hörte zwar auf zu hageln, sobald wir abgesattelt hatten (was denn auch sonst), man konnte aber nicht sagen, wie lange das Wetter sich halten würde.

Tja, so kann man immer etwas erleben.
von pferdefreak veröffentlicht in: Hobby
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Donnerstag, 13. märz 2008
Heute möchte ich mal etwas vorstellen, was ich beim Surfen im Internet gefunden habe. Auf www.amanitadesign.com findet man sogenannte "point and click" - Spiele. Man muß mit dem Mauszeiger auf verschiedene Gegenstände, Tiere oder Personen zeigen (point) und wenn man dann die Maustaste drückt (click) passiert etwas. Meist muß man eine bestimmte Reihenfolge einhalten oder den richtigen Zeitpunkt abwarten. Besonders Samorost 1 und Samorost 2 fand ich sehr interresant. Tips oder Hinweise gibt es nicht. Es ist gerade die Herausforderung, die richtige Reihenfolge durch Versuche herauszufinden. Manche Dinge bewegen sich auch, ohne daß es für das Spiel von Bedeutung ist.

Mir haben die Spiele jedenfalls sehr viel Spaß gemacht.
von pferdefreak veröffentlicht in: Fundstücke
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Mittwoch, 12. märz 2008
Gestern war wieder Springstunde. Die dritte Stunde bei Tino als Trainer. Alle, die zugeschaut haben, meinten, ich hätte in der kurzen Zeit schon gewaltige Fortschritte gemacht (*freu*). Naja, ich merke es auch selber, daß ich immer sicherer werde.

Und Tino hat gestern etwas gesagt, was ich noch von keinem Trainer gehört habe: "Dem darfst Du nicht vertrauen" Er meint damit, daß mein Pony nicht so lieb und nett ist, einfach zu springen, auch wenn ich nicht ganz bei der Sache bin. Ich muß mich die ganze Zeit voll konzentrieren und meinen Dicken unter Kontrolle halten.

Mit Tino macht das Springtraining auch wieder richtig Spaß. Krystian, der vorher als Trainer da war.... ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Er war einfach unangenehm. Vor allem, wenn er mit der Peitsche am Sprung stand. Das hat mich immer ganz nervös gemacht. Vor allem, weil mein Dicker dann nach dem Sprung Gas gegeben hat. Ich konnte da einfach nicht richtig gegenwirken. Und wenn ich gebeten habe, das sein zu lassen, hat Krystian einfach nur gelacht.  Naja, und dann ging ja mal gar nichts mehr. Ich hatte dann jedes Mal ein mulmiges Gefühl.

Aber, jetzt geht es wieder aufwärts. Reiten macht wieder Spaß :)
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Dienstag, 11. märz 2008
Seit Sonntag stelle ich mir selbst die Frage, ob ich zur Petze werden soll. Eigentlich ist es ja nicht mein Ding, anderen in den Rücken zu fallen. Aber dieses Mal muß es wohl sein.

Wir haben im Reitverein am Sonntag zum ersten mal die Quadrille geübt. Im Vorfeld (sobald der Termin feststand) habe ich einigen Leuten Bescheid gesagt (wen ich so getroffen habe). Eine Mitreiterin hat dabei zu mir gesagt, daß sie nicht mitmachen kann, weil sie am 1. Mai (dem Termin für das Hoffest, bei dem wir die Quadrille vorführen wollen), mit ihrem Mann im Urlaub ist.

Trotzdem ist sie zur ersten Probe gekommen. Und nach der Probe grinst sie mich an und sagt zu mir, daß unsere Trainerin noch gar nicht weiß, daß sie nicht mitmachen kann. Sie hätte noch nicht die richtige Gelegenheit gehabt, es ihr zu sagen (Sorry, was ist denn eine bessere Gelegenheit als die erste Probe???).

Tja, und seit Sonntag ringe ich mit mir selbst, ob ich es unserer Trainerin nicht sagen soll. Noch ist Zeit, einen Ersatzreiter zu finden (kurz vorher ist ein bißchen doof, wenn derjenige nicht mitgeübt hat). Eigentlich ist es ja nicht meine Aufgabe. Die Reiterin sollte es unserer Trainerin doch selbst sagen. Allerdings schätze ich sie so ein, daß sie immer mit uns übt, nie ein Wörtchen sagt und dann bei der Generalprobe die Bombe platzen läßt.

Deswegen bin ich jetzt auch zu dem Entschluß gekommen, daß ich unsere Trainerin warnen muß. Wie schon gesagt: noch ist Zeit, einiges zu ändern.
von pferdefreak veröffentlicht in: Hobby
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Montag, 10. märz 2008
Gestern haben wir angefangen, die Quadrille für das Hoffest einzuüben. Erst mal ohne Pferd. Eigentlich ist die Quadrille vom Ablauf her leicht zu merken. Es sind nur ein paar Figuren dabei, die etwas schwieriger sind. Und Obwohl wir es noch nicht einmal mit Pferd versucht haben, gab es gleich ein paar Nörgler, die meinten daß das auf keinen Fall funtionieren kann (nach dem Motto "rechne doch mal aus, wie viel Platz wir das brauchen" - nach Adam Riese kam ich auf die Antwort 60 m, und den Platz haben wir locker).

Naja, ich werde es wie immer locker nehmen und mir den Spaß nicht verderben lassen. Wie heißt es doch so schön: "Immer schön lächeln, Reiten macht Spaß".
von pferdefreak veröffentlicht in: Hobby
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Sonntag, 9. märz 2008
Gestern sind wir zum ersten Mal auf dem großen Platz geritten. Endlich wieder raus aus der Halle. Maskaron hat auch direkt einen "Stich" bekommen :)

Beim Galopp ist er losgerast und er hat sich der Kontrolle entzogen. Aber ich habe es geschafft, eine kleine Volte zu reiten und ihn dadurch zu bremsen (ein Hoch auf unseren neuen Springtrainer). Er wollte dann zwar gleich wieder losrennen (ich habe gespürt, wie er sich angespannt hat), aber das konnte ich verhindern. Danach habe ich ihn ganz gut "an die Hilfen" gekriegt. Es war eine schöne Reitstunde.

Naja, zwischendurch habe ich ihn auch einfach mal laufen lassen (kontrolliert natürlich). Das muß auch mal sein :) Einfach geradeaus reiten, im leichten Sitz, Spannungen lösen. In der Halle fehlt dazu der Platz und im Winter kann man ja auch nicht so gut ins Gelände. Jetzt bin ich mal gespannt, wie die nächste Springstunde wird.
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Freitag, 7. märz 2008
Gestern habe ich mal ein neues Rezept ausprobiert. Naja, ich mußte es nachempfinden - das Original schreibt eine Zubereitung im Römertopf vor und den hatte ich gerade nicht zur Hand.

Ich habe eine Zwiebel und etwas Speck gewürfelt und angebraten, eine Handvoll Reis dazugegeben und alles mit gut 1/2 l Brühe gelöscht (der Reis wird bekömmlicher, wenn man ihn kurz anschmort). 10 min kochen lassen, dann ca 500 g in Streifen geschnittenen Chicoree dazu geben und nochmal 10 min kochen lassen. Mit Pfeffer, Salz, Paprika und Honig abschmecken und zum Schluß 1 Becher Yoghurt dazu geben.

Das war eine wirklich erfrischende Frühlungssuppe. Für die Zubereitung im Römertopf werden nur Speck und Zwiebeln angebraten, dann kommen alle Zutaten (bis auf den Yoghurt) zusammen im Römertopf in den Backofen.

Ich esse ab und zu ganz gerne mal Chicoree, als Salat, Gemüse und jetzt auch als Suppe :)
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  • : Pferde - für mich gibt es nichts schöneres. In meinem Blog berichte ich über meine Erlebnisse und versuche, meine Erfahrungen weiterzugeben.

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