Bald geht die Turniersaison wieder los und damit auch die Zeit, in der man das Sattelzeug wieder auf Vordermann bringen
muß. Mir geht es jedenfalls so, daß ich in den Wintermonaten die Sattelpflege ein wenig vernachlässige. Unsere Sattelkammer ist nur wenig geheizt (gerade genug, daß die Sättel und Trensen keinen
Schaden nehmen) und mit kalten, klammen Fingern einen Sattel einzufetten ist nicht gerade lustig (und zu Hause fehlt mir auch der Platz dazu).
Wie man Leder richtig einfettet, ist kein großes Geheimnis - Pflegeprodukte gibt es jede Menge. Ich wasche meinen Sattel mit einfacher Sattelseife und behandele ihn nach dem Trocknen mit
einfachem Lederöl. Ich finde, das zieht besonders gut ein und ich kann sogar die Sitzfläche einölen, ohne daß der Sattel auf meine Hose abfärbt. Naja, dazu gibt es aber auch mehr als eine Ansicht
und manchmal könnte man meinen, jeder Reiter hat seine eigene Pflegemethode. Ich habe sogar schon Reiter gehört, die auf schwarze Schuhcreme schwören (was aber nach meiner Meinung immer abfärbt.
Meine weiße Reithose hat sogar einen Rand von meinen Stiefeln).
Auch zur Gebißpflege gibt es Spezialprodukte. Denn, egal wie gut man das Gebiß nach dem Reiten abspült. Irgendwann bilden sich Ablagerungen, sei es Dreck oder Zahnstein. Da das nicht sehr schön
aussieht, muß man das Gebniß also auch ab und zu grundlegend reinigen. Statt der teuren Spezialpasten kann man aber auch den Handelsüblichen Gebiß-Reiniger für die dritten Zähne nehmen. Ich habe
damit schon das eine oder andere Gebiß blitzblank bekommen.
von pferdefreak
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Donnerstag, 27. märz 2008
Jetzt ist es mir klargeworden: ich muß an meiner Beinarbeit arbeiten. Ich habe gelesen, daß es ein Anzeichen dafür sein
kann, daß sich das Pferd gegen den Schenkel wehrt, wenn es buckelt und scheut. Erst dachte ich ja, das es das nicht sein kann. Gut, meine Schenkel sind etwas unruhig beim Treiben, aber deswegen
eine derartige Reaktion - das hätte ich nicht erwartet.
Gestern in der Reitstunde hat meine Trainerin mich aber wiederholt aufgefordert, doch "endlich mal das Bein ranzunehmen". Und das obwohl ich dachte, mir müßten bald die Beine abfallen.
Damit ist jetzt deutlich, daß ich beim Treiben, also mit der Beinarbeit etwas grundlegend falsch mache. Leider finden sich kaum Tricks, wie man das Bein ruhiger bekommt (schön wäre eine Übung, die
man ohne Pferd machen kann). Die meisten schreiben nur, man soll immer weiter üben.
Mir hat es aber sonst immer geholfen, auch mal ohne Bügel zu reiten. Besonders, weil ich mich dann auf den Sitz konzentrieren kann, ohne ständig darauf zu achten, ob ich den Bügel verliere oder
nicht. Also werde ich mal verschärft ohne Bügel reiten und sehen, was dabei heraus kommt.
Mann, ich dachte echt, das Reiten wird irgendwann mal leichter. Aber zur Zeit habe ich echt das Gefühl, ich reite wie der letzte Anfänger. Wobei - das Gefühl habe ich öfter, dann ging es kurz
bergauf, nur um dann wieder rasend schnell schwerer zu werden. Was mache ich bloß falsch???
von pferdefreak
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Aber manchmal könnte ich mich über bestimmte Personen nur ärgern.
Gestern habe ich ein wenig beim Springtraining zugesehen. Man kann auch beim Zusehen eine Menge lernen. Neben mir saß ein Mädel aus dem Stall, die an dem Tag gerade ihr neues Pferd bekommen hat.
Vorher hatte sie ein Pony, daß ähnlich schwer zu reiten war, wie meiner. Mit der Stute kam sie nicht weiter, und deswegen wollte sie gerne auf Großpferd umsteigen. Der Wunsch ist nun in Erfüllung
gegangen.
Soweit, so gut. Was mich gestört hat, war, daß sie die ganze Zeit nur geschwärmt hat. Das Pferd ist ja so lieb, so sensibel, so einfach zu reiten.... Das war meiner auch mal. Okay, ich bin ein
wenig eifersüchtig. Das gebe ich gerne zu. Aber auch das beste Pferd läßt sich versauen, wenn man nicht aufpaßt.
Bei ihrer Stute hat sie immer so geredet, als ob diese unreitbar wäre. Und überhaupt, niemand hatte so ein problematisches Pferd. Aber jetzt soll die Stute in einer Kinderreitstunde mitgehen.
Merkt sie eigentlich, wie widersprüchlich das klingt?
Ich habe die Stute unter anderen Reitern richtig gut gehen sehen (meinen Dicken übrigens auch). Deswegen glaube ich nicht, daß es nur am Pferd lag.
Nein, ich freue mich für das Mädel, daß sie ein gutes Pferd gefunden hat. Ich denke nur, sie sollte etwas leiser prahlen. (Oh Mann, ich bin echt eifersüchtig. Ich hoffe, ich kriege das Problem
mit meinem Dicken bald in den Griff :*()
Wenn sie nicht aufpaßt, kann sie mit dieser Art bald anecken (eine Mitreiterin ist schon genervt, weil sie immer alles besser weiß). Ich konnte mich bei der ganzen Schwärmerei auch nicht richtig
auf den Unterricht konzentrieren.
Naja, zum Glück haben wir keine Reitstunden zusammen (das würde mich wahrscheinlich nur nerven, ich kenne mich) und ich kann ihr aus dem Weg gehen, bevor ich allzu genervt bin. Ich sollte mich
auch echt auf meine eigenen Probleme konzentrieren - wenn ich nur wüßte, wo ich anfangen soll.
von pferdefreak
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Da legt man sich eine schöne Theorie zurecht, und ein paar Tage später muß man sie wieder
einstampfen.
Ich dachte ja, mein Wallach ist in der letzten Springstunde "ausgetickt", weil eine rossige Stute in der Nähe war. Ich dachte einfach, daß er einen ordentlichen Testosteron-Schub bekommen hat und
deswegen einen auf "Hengst" macht. Aber Pustekuchen. Freitag in der Reitstunde waren nur Wallache um ihn herum. Die rossige Stute war weit weg auf ihrer Koppel (die Besitzerin hat sie zu Hause
stehen und kommt immer nur zum Unterricht). Und trotzdem hat mein Dicker sich von einer seiner schlechtesten Seiten gezeigt. Wir sind Abteilung geritten (sozusagen als Übung für die
Quadrille) und plötzlich buckelt mein Dicker und rennt los.
Das ist so deprimierend. Meine Reitlehrerin meint, es liegt nur an der mangelnden Durchlässigkeit (also, daß er nicht am Zügel geht, nicht ordentlich auf die Hilfen reagiert und so), aber
ich denke, es muß noch einen anderen Auslöser geben. Aber wenn ich versuche, mit meiner Reitlehrerin darüber zu sprechen, blockt sie nur ab. (Ich weiß, sie ist im Stress, wegen des Hoffestes und
des Turniers und weil sie noch keinen Bereiter gefunden hat.)
Ich wünschte, mein Pony könnte mit mir sprechen, dann wäre vieles einfacher. Er könnte mir sagen, was ihn plötzlich sticht. Und ich könnte ihm erklären, daß er den Blödsinn lassen soll ;).
Naja, ich habe jetzt beschlossen, erstmal das Springtraining aufzugeben und mich mehr auf Dressur zu konzentrieren. Irgendwann muß es ja besser werden - und zwar endlich mal auf
Dauer.
von pferdefreak
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Donnerstag, 20. märz 2008
In meinem Kalender steht für heute Frühlingsanfang, am Wochenende ist Ostern. Und was ist: wir haben bestes Winterwetter. Gestern und Vorgestern
hat es ein wenig geschneit (hier ist nichts liegen geblieben, aber immerhin) und heute herrscht strahlend blauer Himmel und wir habe Temperaturen um die 0° C. Es ist verrückt.
Eigentlich wollte ich meine dicke Winterjacke schon in den Keller bringen. Schließlich hatten wir neulich schonmal knapp 20° C. Ich habe schon Leute ihre Reifen wechseln sehen. Und jetzt sagt der
Wetterbericht "weiße" Ostern voraus (ich glaube es zwar erst, wenn ich es sehe, aber zum Grillen lädt das Wetter bestimmt nur die ganz Harten ein).
Naja, ich kann nur hoffen, daß es einigermaßen trocken bleibt. Alles andere ist mir so ziemlich egal. Vor allem, weil man das Wetter ohnehin nicht ändern kann. Und wie sagte schon mein alter
Ruder-Trainer: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung.
In diesem Sinne: Frohe Ostern.
von pferdefreak
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